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Das Verdauungssystem der Pferde |
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| Die von den Zähnen zerkleinerte Nahrung gelangt durch einen muskulösen Schlauch, der Speiseröhre, in den Magen. Am Mageneingang sitzt ein Schließmuskel, der die Nahrung nur portionsweise in den Magen lässt. Durch diesen Schließmuskel ist es für ein Pferd unmöglich sich zu
erbrechen. Der Magen hat nur ein Fassungsvermögen von ca. 12 bis 14 l
und ist damit im Verhältnis zum Darmtrakt mit seinen ca. 200 l sehr
klein.
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Im Magen werden dem Nahrungsbrei Verdauungssäfte zu geführt.
Eine weitere Aufspaltung findet dann im Dickdarm statt, der aus dem
Blinddarm, dem großen und kleinen Grimmdarm besteht.
Nährstoffe wie Zucker und Eiweiß werden im Dünndarm weiter aufgenommen.
Im Dickdarm wird das Gras mit Hilfe von Bakterien in Nährstoffe
umgewandelt, die der Pferdeorganismus aufnehmen kann. Diese Bakterien
können sogar einige Vitamine selber herstellen. Die Abfallprodukte
werden zum Schluss als Kotballen ausgeschieden. Durch das geringe
Volumen des Magens kann ein Pferd nur kleine Mengen Kraftfutter gut
verdauen. Deshalb sollte die Kraftfutterration in 3 Mahlzeiten
aufgeteilt werden. Noch optimaler ist die Fütterung per Automat, der die zugeteilte
Tagesration in viele kleine Portionen abgibt.
Wenn ein Pferd trotz ausreichender Fütterung abnimmt sollten mal seine
Zähne kontrolliert werden und eine Kotprobe auf Würmer untersucht
werden!
Unser Tipp für alle, die sich näher mit der Berechnung von
Futterrationen beschäftigen wollen, ist die Serie "Futterberechnung:
Schluss mit Pi x Daumen in der Krippe" der Zeitschrift "freizeit im
sattel", erschienen 1998 in den Ausgaben 3 bis 6. Mittlerweile gibt es
auch im Internet Futterberechnungsprogramme.
Problematisch ist es
im Allgemeinen bei Futterberechnungen einzuschätzen wieviel Gras das
Pferd beim Weidegang oder bei der Offenstallhaltung an der Futterraufe
aufnimmt. Trotzdem kann man mit der Hilfe solcher Programme und einem
kritischen Blick auf sein Pferd eine mögliche Unter- oder
überversorgung erkennen.
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