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Die Pferdepflege ist eine, von (angehenden) Pferdebesitzern nicht zu unterschätzende Arbeit. Pferdehalter sind verantwortlich für den gesunden Zustand von Leib und Seele der ihnen anvertrauten Tiere. Sie ist ein wichtiger Beitrag zum Tierschutz.

Ein Pferd sollte täglich gründlich geputzt werden. Das dient nicht nur dazu Schmutz und Staub aus dem Fell zu entfernen, sondern festigt auch die Bindung zum Pferd. Das Putzen ist für das Pferd eine angenehme Massage und hat einen ähnlichen Stellenwert, wie das gegenseitige Kraulen in der Herde.

Beim Putzen fallen außerdem Verletzungen, Schwellungen und kleinere Blessuren auf. So können die Verletzungen rechtzeitig behandelt werden. Auch Veränderungen am Fell und den Hufen bemerken Sie so. Sie können ein Hinweis auf Krankheiten und Unarten wie Scharren oder Scheuern sein.

Die Grundausstattung zum Putzen eines Pferdes besteht aus:

  • einer Kadätsche (weiche Bürste)
  • einer Wurzelbürste (harte Bürste)
  • einem Striegel
  • einem Hufauskratzer
  • zwei Schwämmen oder feuchten Tüchern
  • einem weichen Lappen 

 

Zum Putzen sollte das Pferd mit einem Halfter und einem Anbindestrick am Putzplatz oder vor der Box angebunden werden. In der Box putzen ist ungünstig, da der ganze Dreck sonst auf das Heu und die Einstreu fallen würde. 

 

Fellpflege

Vor dem Reiten ist auf ein sauberes Fell besonders zu achten. Schmutz, vor allem in der Sattellage, kann schmerzhafte Scheuerstellen hervorrufen (Satteldruck deutet auf einen falschen Sattel hin). Bei guter Fellpflege kann auch festgestellt werden, ob das Pferd vielleicht eine Hautkrankheit, Parasiten oder Verletzungen hat, die manchmal nicht auf den ersten Blick gesehen wird. Ein gesundes Tier hat ein leicht glänzendes (Sommer)-Fell. Die Fellpflege sollte aber keinesfalls übertrieben werden, ein gewisser Anteil Staub im Fell ist für das Pferd ein Schutz. Im Winter legen sich einige Pferde (besonders, wenn sie in Offenstall- oder Robusthaltung leben) eine regelrechte Schlammkruste als zusätzliche Schutzschicht zu. Keinesfalls darf auch der natürliche Fettgehalt des Felles durch Einsatz von Chemikalien für ein glänzendes Fell oder zu häufiges Waschen mit Seife zerstört werden. Zur Fellpflege gehört für das Pferd nicht nur ein Bad im Staub, sondern im Sommer auch einmal einige Stunden im Regen zu stehen. Pferde wälzen sich gerne im Schlamm, selbst wenn sie gerade geputzt wurden. Wen Mistflecken z. B. beim Schimmel stören, der kann die Stelle mit dem Saft einer ausgepressten Zitrone einreiben. Nach einigen Minuten sollte der Fleck verschwunden sein. Fliegeneier kann man leicht mit verdünntem Essig abwaschen.

 

Hufpflege

Jetzt werden noch die Hufe gereinigt. Dazu heben Sie den Huf des Pferdes und fahren mit dem Hufauskratzer durch die Strahlfurchen. Dabei fällt schon der meiste Dreck aus dem Huf. Ist noch Dreck übrig entfernen Sie diesen. Seien Sie vorsichtig am Strahl selbst. Hier ist das Horn weich und mit Nerven versorgt. Diesen Bereich sollten Sie nur ganz vorsichtig mit dem Hufauskratzer bearbeiten. Der Rest des Hufes ist relativ unempfindlich.Es ist wichtig, dass Sie allen Dreck aus den Strahlfurchen entfernen, da der sonst anfängt zu faulen. Ist der grobe Dreck entfernt, bürsten Sie den Huf entweder mit der Bürste am Hufauskratzer oder der Wurzelbürste aus. Hat das Pferd Hufeisen, kontrollieren Sie beim Hufauskratzen, ob die Eisen noch fest sitzen und sich kein Steinchen darunter verklemmt hat.

Den Hufen des Pferdes sollte eine besonders große Beachtung geschenkt werden, da sie zusammen mit dem Rücken das Fundament für jede Bewegung des Pferdes darstellen.

 

Mähne und Schweif pflegen

Jetzt fehlt nur noch das Langhaar. Ist die Mähne kurz, reicht es, sie mit der Wurzelbürste oder einer Haarbürste durchzukämmen.
Ist die Mähne lang, sollten Sie sie verlesen oder mit Schweifspray einsprühen und dann bürsten. Es reicht, die Mähne ein bis zweimal pro Woche einzusprühen. Das Spray macht die Mähne glatt und erleichtert so das Bürsten.

Das gleiche gilt für den Schweif. Auch hier gilt: entweder verlesen oder Schweifspray und bürsten.
Zum Verlesen nehmen Sie den ganzen Schweif in die Hand und ziehen jeweils zwei bis drei Haare aus diesem Bündel heraus. So trennen Sie die Haare voneinander, ohne sie auszureißen. Diese Prozedur erfordert etwas Geduld, führt aber zu einem lockeren, ordentlichen Schweif.
Die Alternative sind Schweifspray und Bürste. Auch hier reicht es, den Schweif ein bis zwei Mal pro Woche einzusprühen. Beim Brüsten gehen Sie von unten nach oben vor, das schont die Haare. Wickeln Sie den Schweif um Ihre Hand und Bürsten Sie zuerst die Spitzen. Sind die getrennt lassen Sie den Schweif los und bürsten Ihn von oben nach unten durch. So reißen Sie weniger Haare aus.

Zum Abschluss des Putzens nehmen Sie den Lappen und wischen damit das Ganze Pferd noch einmal mit dem Strich ab. So entfernen Sie Staub und lose Haare, die sich beim Putzen wieder auf das Fell gelegt haben.  

 
 
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